Research in Design – Entwurfsbasierte Forschung

Expertise
Wie sieht unsere Zukunft aus?
Entwurfsbasierte Forschung erkundet die Zukunft. Das ist nicht gleichbedeutend damit, die Zukunft exakt vorherzusagen. Vielmehr werden denkbare zukünftige Szenarien entwickelt und erforscht. Für De Zwarte Hond ist entwurfsbasierte Forschung eine substanzielle Methode. Sie erlaubt es Entwerfern und Auftraggebern, gemeinsam mit anderen Prozessbeteiigten – beispielsweise Bürgern, Experten, poltischen Entscheidungsträgern – herauszufinden, wie eine denkbare Zukunft aussieht und welche Zukuftsentwürfe real umgesetzt werden sollen.

„Entwurfsbasierte Forschung führt niemals direkt zu einem einzigen, definitiven Plan, sondern entwirft mehrere denkbare Zukunftsszenarien. Gerade dadurch werden die Beteiligten in die Lage versetzt, ihren Blick sehr zielgerichtet und zugleich offen auf die Zukunft zu richten.“

International Architecture Biennale Rotterdam 2016
Ein Architekt oder Stadtplaner bringt spezifische Fertigkeiten mit, die in der entwurfsbasierten Forschung enorm hilfreich sind. Dazu gehört die Fähigkeit, scheinbar unzusammenhängende Faktoren mit dem Fokus auf diverse Aspekte wie Nachhaltigkeit, Ökonomie oder Raum(Planung) als zusammenhängendes Ganzes darzustellen. Bei der Studie „Sterk Noord Nederland“ hat De Zwarte Hond auf diese Weise untersucht, wie der Norden der Niederlande leistungsstärker und konkurrenzfähiger werden kann. Mit entwurfsbasierter Forschung entstehen plastische Zukunftsszenarien, die Erkenntnisse auf verschiedenen Ebenen lieferen:
von der wirtschaftlichen Struktur über das Aufwerten räumlicher Qualitäten bis zu besseren Verkehrsverbindungen.

Diese anspruchsvolle Methode erfordert Fachwissen und Erfahrung auf allen Maßstabsebenen: von der Region bis hin zum individuellen Gebäude. Der Entwerfer hat eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, die Wünsche und Vorgaben der verschiedenen Beteiligten in Einklang zu bringen. Um diesen Prozess zu beschleunigen, entwickelte De Zwarte Hond für die Gemeinde Leiden das „Verdichtungsspiel“. Spielerisch und ausgehend von ihren eigenen Interessen und Erwartungen erkunden in diesem Planspiel Pojektentwickler, Gemeindevertreter und Entwerfer gemeinsam, an welchen Orten und mit welchen Konzepten neuer innerstädtischer Wohnraum entstehen kann.
Aufmerksames Zuhören ist essentiell für den erfolgreichen Verlauf entwurfsbasierter Forschung, denn auch hier gilt der Grundsatz: Zusammen wissen wir mehr als einer allein. Zukunftsfragen – zum Beispiel: „Was könnten unsere Ziele sein?“ – offenbaren oft unterschiedlichste Wünsche, Optionen und Erfahrungen. Dann ist es die Aufgabe der Städtebauer und Architekten, diesen Gesprächen über die Zukunft Richtung und Tiefe zu geben. Entwurfsbasierte Forschung führt niemals direkt zu einem einzigen, definitiven Plan, sondern entwirft mehrere denkbare Zukunftsszenarien. Gerade dadurch werden die Beteiligten in die Lage versetzt, ihren Blick sehr zielgerichtet und zugleich offen auf die Zukunft zu richten.

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Daan Zandbelt
Daan Zandbelt
Stadtplaner | Architekt | Partner
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