Haus der Künste, Rotterdam-Süd

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Willkommen im kulturellen Herzen von Rotterdam-Süd
Das Haus der Künste wird das kulturelle Herz des neuen Stadtzentrums von Rotterdam-Süd. Ein Gebäude für alle: einladend, verbindend, verlockend und inspirierend. Das Haus mit dem Arbeitstitel ‚Pand Z‘ (Gebäude Z), das neben dem Zuidplein Theater auch eine Filiale der Stadtbibliothek Rotterdam und weitere kulturelle Angebote beherbergen wird, ist ein wichtiger Baustein der Stadterneuerung „Hart van Zuid“ (Herz des Südens).

Das städtebauliche Konzept der Metamorphose dieses innerstädtischen Gebiets wurde von Kraaivanger architects entwickelt. Neben der Modernisierung und Erweiterung des Veranstaltungszentrums Ahoy und der besseren Anbindung des Einkaufszentrums Zuidplein an den verkehrsberuhigten Gooilandsingel, beinhaltet die Planung auch die Realisierung eines neuen modernen Hallenschwimmbads, neuer städtischer Plätze mit Aufenthaltsqualität sowie die Modernisierung des bestehenden ÖPNV-Knotenpunkts. Ein Konsortium aus den beiden großen niederländischen Bauunternehmen Heijmans und Ballast Nedam, mit Unterstützung des US-amerikanischen Unternehmens 3i Infrastructure, ist mit der Gebietsentwicklung betraut. Ende April 2016 wurde mit dem Abschluss der Finanzierungsverträge ein wichtiger Schritt in Richtung Realisierung gemacht.

Das Haus der Künste wird am derzeitigen Standort des Schwimmbads Charlois, zwischen dem Gooilandsingel und der Van Swietenlaan, realisiert. Ein idealer Ort um auch Passanten, die normalerweise nicht mit Kunst und Kultur in Berührung kommen, anzulocken und einen Blick auf das Geschehen im Inneren werfen zu lassen. Die vielfältigen Angebote im Haus der Künste sollen unterschiedliche Zielgruppen zur Teilnahme animieren. Mit einem diversen Programm in den Bereichen Kunst, Kultur, Lesen und Lernen sowie dem gastronomischen Angebot des „Food Court“ erhält das Gebäude eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung für das „Hart van Zuid“.
Platz, links Schwimmbad Charlois (Kraaijvanger) und rechts das Haus der Künste

„Die Robustheit des Backsteins kontrastiert angenehm mit der leichten Voile-Fassade im Eingangsbereich, die in anodisiertem Aluminium ausgeführt ist. Hier sind auch die öffentlichen Funktionen wie die Bibliothek untergebracht; ebenso der Food Court und die Ausstellungsflächen.“

„In der Regel werden Kunden vor allem mit Stapeln von Papier konfrotiert. Indem man sie mit einem BIM-Modell viel konkreter einbezieht, erschließen sich Informationen und der Raumeindruck viel leichter. Auf einmal sahen sie die ganze Bandbreite der Design-Entscheidungen und es öffnet sich eine neue Welt.“

Projektleiter Detlev Keijdener, Ballast-Nedam
Die Bruttogeschoßfläche von circa 12.000 qm wurde für das Haus der Künste in eine klare und kompakte Kubatur umgesetzt, mit einer industriellen Ausstrahlung und einer offenen, einladenden Erdgeschoßzone. Die hohe Eingangshalle bildet das lebendige Zentrum, in dem man vielerlei Dinge entdecken, ausprobieren und selber machen kann. Alle Funktionen des Gebäudes stehen direkt oder indirekt mit ihr in Verbindung, wie beispielsweise die Bibliothek, ein Ausstellungsraum und der „Food Court“. Auch ein Podium für unterschiedliche Nutzungen findet sich hier. Etwas tiefer im Gebäudeinneren liegen die beiden Theatersäle. Die Konzeption des Gebäudes wurde von verschiedenen Faktoren bestimmt. Dabei kam der Schallisolierung bzw. -entkoppelung, sowohl innerhalb des Gebäudes als auch zu der nahegelegenen Wohnbebauung, besondere Bedeutung zu.

Aufgrund seiner Kompaktheit vermittelt das Gebäude trotz einiger geschlossener Räume einen offenen Charakter. Die Sichtlinien und Wege innerhalb des Gebäudes sind kurz, die einzelnen Nutzergruppen haben direkten Kontakt zueinander. Je nach Situation und Nutzung können bestimmte Flächen, die direkt an die Eingangshalle anschließen, abgetrennt werden, wie zum Beispiel die Bibliothek und das Podium. Die Gebäudeeinteilung kann so flexibel auf die jeweilige Veranstaltung abgestimmt werden. Zusätzlich fungiert der Platz vor dem Haus der Künste als eine Art Erweiterung der Eingangshalle.

Projektdaten

Projekt
Haus der Künste, Rotterdam-Süd

Standort
Rotterdam, Niederlande

Umgebung
Haus der Künste mit Theater, Bibliothek, Ausstellungsräumen und Gastronomie

Auftraggeber
Ballast Nedam / Heijmans / Gemeente Rotterdam

Zeitraum
2015 - 2019

Umfang
12.200 m2

Besonderheiten
PPS Contract

Abbildungen
De Zwarte Hond

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Bart van Kampen
Bart van Kampen
Architekt | Partner
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