Wohnturm Lloydpier

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Blickfanger in ehemaligem Hafengebied
Für einen der besonderen Orte in Rotterdam entwarf der „Zwarte Hond“ den 75m hohen Lloydtoren. Der Wohnturm steht stolz auf der Spitze des Lloyd-Piers und bietet seinen Bewohnern eine Aussicht über Stadt und Hafen.

Die Entwicklung des Lloyd-Piers, einst Ort geschäftigen Hafentreibens, ist in vollem Gang. Der städtebauliche Masterplan von Kees Rijnboutt sieht einen kräftigen, kielförmigen städtischen Baublock vor. In regelmäigem Rhythmus wechseln sich die Bauteile ab. Jedes Bauteil wird von einem anderen Architekten entworfen, wodurch ein buntes architectonisches Bild entstanden ist. An den Ecken erheben sich hohe Gebäude. Der 75m hohe Lloydtoren am Kopf des Piers verkörpert die morphologische Apotheose des Masterplans. Durch die Wahl dunkelroten Mauerwerks anstelle des vorgeschriebenen roten Mauerwerks für die Fassade hat der „Zwarte Hond“ den Turm deutlich im Ensemble und in der Skyline von Rotterdam verankert.

Das Volumen wird also nicht nur durch die Qualität der Wohnungsgrundrisse mit interessanten Ecksituationen geschaffen, sondern auch durch den Einfluss des Windes.

Die Architektur des „Zwarte Hond“ ist besonders, weil in der Ausarbeitung der Fassade der Eindruck einer Mauerwerksmasse mit Einschnitten erzeugt wird. Die tiefen Einschnitte sind mit Fensterbändern ausgefüllt. Das Mauerwerk wird in allen Laibungen verwendet, so dass es aus allen Blickwinkeln zu sehen ist. Auf jedem zweiten Geschoss laufen die Fenster um die Ecke. In der Westfassade entsteht so eine senkrechte Stapelung von Mauerwerksrahmen. Auskragende Balkons aus Glas an der Nord- und Südseite beenden den horizontalen Aufbau der Fassade. Ein breites Band aus Mauerwerk, das die oberste Etage einrahmt, akzentuiert die Spitze. Der „Zwarte Hond“ platziert eine Auskragung an der Ostseite, so dass der Turm sich auf die Schifffahrt- und Transportschule ausrichtet.

Die Fensterbänder sorgen in allen Wohnungen für einen Panoramablick. Die beiden oberen Etagen sind für vier Penthousewohnungen reserviert, die sich von der Westseite bis zur Ostseite erstrecken. In diesen Wohnungen kann man die besondere Qualität des Ortes erleben. Durch raumhohe Verglasung kann man aus den Penthousewohnungen den Kai sehen, an dem oft Schiffe vor Anker liegen. An der Westseite haben die Bewohner Aussicht auf den Fluss „Nieuwe Waterweg“ in Richtung Hoek van Holland, an der Ostseite kann man über die Stadt blicken. Aufgrund der dezentralen Lage kann man vom Lloydtoren alle besonderen Gebäude von Rotterdam sehen: vom Euromast über die Erasmus- und Willemsbrücke bis hin zum Stadion „de Kuip“.

Projektdaten

Projekt
Wohnturm Lloydpier

Standort
Rotterdam, Niederlande

Umgebung
Wohnturm mit 100 Wohnungen

Auftraggeber
Ontwikkelingsmaatschappij Lloydpier bv

Zeitraum
2005 - 2011

Umfang
10.800 m2

Abbildungen
Ossip, ScagliolaBrakkee

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Bart van Kampen
Bart van Kampen
Architekt | Partner
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