Stärkere Nord-Niederlande

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Die Wettbewerbsfähigkeit vergrößern durch Eingriffe im Lebensraum
Womit wird der Norden der Niederlande auf lange Sicht seine Einkünfte generieren? Diese Fragestellung war der Ausgangspunkt der Studie mit dem Titel „Sterk Noord Nederland“, in der De Zwarte Hond sondierte, wie die Wettbewerbsfähigkeit der nördlichen Niederlande und ihrer Subregionen strukturell verbessert werden kann.
In der Studie wurden drei Prioritäten formuliert: Stärkung der ökonomischen Struktur, Stärkung der Standortqualitäten sowie Ausbau der Infrastruktur.
Bei den entwurfsbasierten Studien wurden diverse Zukunftsszenarien skizziert, zunächst unabhängig von den drei Hauptaufgaben. Die Untersuchung sollte Raum bieten für „Out-of-the-Box“-Denken, frei nach dem Motto: „Was könnten wir wollen?“
Zukunftsszenario 1: Das Landgut
Die drei nördlichen Provinzen verfügen über eine besondere Qualität: nicht weit von den sehr urbanen und industrialisierten Regionen Randstadt, Ruhrgebiet und Flandern gelegen bietet die Region Naturvielfalt und Erholung. Besondere Naturgebiete sind unter anderem das niederländische Wattenmeer und der Nationalpark Drentsche Aa, aber auch die weitläufigen Weiden tragen zu dem grünen Gesamtbild bei. Die Region sollte die hohe Lebensqualität nutzen, beispielsweise um talentierte Menschen anzuziehen und zu binden. Insbesondere die Ansiedlung von Instituten mit hochspezialisierten Bildungsgängen kann ein Alleinstellungsmerkmal generieren. Die Region kann sich so einen Ruf als niederländisches Oxford oder Cambridge erarbeiten.
Zukunftsszenario 2: Stadt und Umland
In Groningen sind Wissen, Politik, Verwaltung, hochwertige Kulturangebote und spezialisierte Einrichtungen konzentriert. Das Umland bietet, was man in der Stadt nicht findet: Ruhe, Weite und ländliche Lebensart. Ziel sollte eine durchdachte Verteilung über Stadt und Land sein, um so die positiven Agglomerationseffekte zu fördern, also eine intensivere Konzentration in der Stadt umgeben von spezialisierten und weniger verdichteten Teilregionen im Umland.
Zukunftsszenario 3: Noordned - Netzwerk des Nordens
Diese nördliche Region umfasst mehrere gut mit einander vernetzte Wirtschaftszentren. Indem man diese Verbindungen verstärkt und die Synergieeffekte zwischen den regionalen Sektoren stimuliert, kommt ökonomische Erneuerung in Gang.
Zukunftsszenario 4: Das Mosaik
Die Region der drei nördlichen Provinzen umfasst diverse große und kleinere Wirtschaftszweige und –zentren, sowohl mit lokaler als auch mit internationaler Ausrichtung. Damit diese besondere Situation erhalten bleiben kann, müssen die passenden Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Diese nördliche Region der Niederlande weist viele relevante Zentren auf.
Für jedes der vier Zukunftsszenarien gilt es individuelle Schlüsselprobleme zu bewältigen, darüber hinaus wurden jedoch auch einige „No¬regrets“-Maßnahmen formuliert: Vorhaben, die einen breiten Rückhalt genießen, über die nicht mehr diskutiert werden muss und die unmittelbar in Angriff genommen werden können, wie beispielsweise die Umsetzung eines flächendeckenden Glasfasernetzes, der Ausbau von grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrsverbindungen und der Einsatz von Kultur als Wirtschaftskatalysator.

Diese Studie wurde von De Zwarte Hond im Auftrag von den drei nördlichen Provinzen Friesland, Groningen und Drenthe, dem Ministerium für Wirtschaft, dem Ministerium für Infrastruktur und Umwelt sowie den Gemeinden Assen, Emmen, Groningen und Leeuwarden ausgeführt.

Projektdaten

Projekt
Stärkere Nord-Niederlande

Auftraggeber
Provincie: Drenthe, Friesland, Groningen; Gemeente: Assen, Emmen, Groningen, Leeuwarden; Ministerie EZ & IenM

Zeitraum
2016 - 2017

Abbildungen
De Zwarte Hond

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Daan Zandbelt
Daan Zandbelt
Stadtplaner | Architekt | Partner
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