Bahnhofsviertel Assen

Projekt    Slideshow    Projektdaten
Verkehrsknotenpunkt als Tor ins Zentrum und Verbindung zum Naturgebiet
Die Masterstudie FlorijnAs (eine ebenfalls von De Zwarte Hond erstellte Studie zu einer Nord-Süd-Achse in Assen) schlägt einen Stadtboulevard vor, wobei die Overcingellaan verdoppelt wird, um die Steigerung des Verkehrsaufkommens zu bewältigen. Dieser Stadtboulevard verläuft am Bahnhof entlang und sorgt zusammen mit der Schiene für eine gute Erreichbarkeit des Bahnhofgebiets für alle Verkehrsträger. Pkw, ÖPNV-Fahrgäste und nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer treffen in einer optimalen Umsteigemaschine aufeinander, die das Tor zum Stadtzentrum und zum Naturschutzgebiet Drentsche Aa bildet.
Derzeitige Verkehrshindernisse
Der Verkehr im Bahnhofsgebiet steht im Zusammenhang mit zwei wichtigen Verkehrsströmen, der Ost-West-Verbindung vom Stadtzentrum über das Bahnhofsgebäude Richtung Drentsche Aa und der Nord-Süd-Verbindung der Bahnlinie und des Durchgangsverkehrs über die Overcingellaan. Diese Verkehrsströme kreuzen sich derzeit größtenteils niveaugleich; viele Fußgänger und Radfahrer müssen die stark befahrene Overcingellaan überqueren, um den Bahnhof zu erreichen. Diese Situation bietet keine Sicherheit und da die Verkehrsströme in der Zukunft wachsen werden, ist diese Barriere in der Untersuchung der Varianten ein wichtiger zu beachtender Aspekt.
Zwei Variänten: 'Geneigter Platz' (links) en 'Kurzer Tunnel' (rechts)

Das Modell ‘Kurzer Tunnel’ entsprach am ehesten den wichtigsten Zielen der Gemeinde: Auflösung des infrastrukturellen Knotens und der Schaffung eines effizienten Verkehrsknotenpunkts.

Die Variantenstudie umfasst zwei Varianten: „Geneigter Platz“ und „Kurzer Tunnel“. In beiden Varianten wird diese Barriere auf gute Art und Weise beseitigt, jedoch mit ganz unterschiedlichen Methoden. Im Modell „Kurzer Tunnel“ wird der Durchgangsverkehr unterirdisch weitergeleitet, sodass für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer oben eine Querung auf einer anderen Ebene ermöglicht wird. Im Modell „Geneigter Platz“ wird der Durchgangsverkehr mit der Schiene gebündelt und der Bahnhofsplatz so geneigt, dass nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer die Straße und die Schienen unterqueren. Neben dem Entwurf der zwei Modelle ist auch eine Abwägung zwischen den Modellen Teil der Aufgabe.
Zwei Variänten: 'Geneigter Platz' (links) en 'Kurzer Tunnel' (rechts)

Die visuelle Kraft der Matrix-Darstellungen hatte für das Projekt einen großen Nutzen, da dies den Prozess erheblich vereinfacht hat.

Um die Abwägung für alle Stakeholder nachvollziehbar zu machen, wurden fünf Matrizen verwendet. Die Themen Infrastruktur, Räumlichkeit, Nachhaltigkeit, Programm und Machbarkeit wurden in 29 Unterthemen unterteilt. Gemeinsam mit unserem Partner Movares und mit den beteiligten Stakeholdern und Interessengruppen wurde diese Matrix ausgefüllt. Das Modell „Geneigter Platz“ schneidet auf einer höheren Maßstabsebene besser ab, aber das Modell „Kurzer Tunnel“ entsprach am besten den von der Gemeinde gesetzten Hauptzielen, der Auflösung des infrastrukturellen Knotens und der Schaffung eines effizienten Knotenpunkts für öffentliche Verkehrsmittel.
Die starke Darstellungskraft der Matrizen bedeutete für das Projekt einen großen Gewinn, da sie den Prozess erheblich vereinfacht haben.

Projektdaten

Projekt
Bahnhofsviertel Assen

Standort
Assen, Niederlande

Umgebung
Masterplan für einen Verkehrsknotenpunkt

Auftraggeber
Gemeente Assen

Projektpartner
Movares

Umfang
320.000 m2

Abbildungen
De Zwarte Hond, Egbert de Boer, Sebastian van Damme

Verwandt

Alle Projekte