Typhoon

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Groninger Grunoviertel behutsam ergänzt
Der dritte Wohnblock im neu strukturierten Grunoviertel, einem alten Arbeiterbezirk der 1920er/30er Jahre, wurde fertiggestellt. Der Entwurf für das Wohngebäude mit dem Namen Typhoon stammt von De Zwarte Hond. Mit seinen 109 Wohnungen ist es der größte Wohnblock innerhalb des städtebaulichen Plans. Unter dem drei- bis sechsgeschossig gestaffelten Bauvolumen befindet sich eine Tiefgarage mit 156 Stellplätzen, auf dem Parkdeck im Innenhof wurde eine gemeinschaftliche Grünfläche angelegt.

Das Grunoviertel wurde während der großen Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg gebaut. Im Jahr 2004 fiel die Entscheidung, das Viertel einer umfassenden Transformation zu unterziehen. Die Wohnungen waren baulich und technisch in einem schlechten Zustand; außerdem waren die Wohnungszuschnitte und -größen nicht mehr zeitgemäß. Der Städtebau und die Architektur der 1920er Jahr strahlte jedoch als Gesamtensemble einen positiven Zeitgeist aus. Innerhalb dieses Wohnviertels gab es viele Besonderheiten, sowohl in der Gestaltung des Außenraums als bei der Detaillierung der Gebäude. Dieses Gleichgewicht aus Vielfalt und Einheit hat De Zwarte Hond zum Ausgangspunkt für den neuen städtebaulichen Plan gemacht. Einheit wird mittels deutlicher und charakteristischer Bauvolumen erzielt: acht geschlossenen und gestaffelten Baublöcken aus Backstein.
Variation wiederum findet sich beispielsweise in der Detaillierung des Mauerwerkes, der Auswahl der Steinsorten, der gegenläufigen Traufhöhen und der Einbindung der Blöcke in den Freiraum wieder.

"Typhoons Grundidee ist es, die Umgebung sowohl im Gebäude als auch im Umfeld zu aktivieren."

André van der Slik
Architekt
Die Wohnungen haben, je nach Himmelsrichtung sowie Positionierung innerhalb des Gebäudes, unterschiedliche Außenbereiche. Die Maisonettwohnungen im Erdgeschoss besitzen eine Terrasse am begrünten Innenhof; die Appartements im obersten Geschoss haben eine großzügige Dachterrasse; die Wohnungen an der Stirnseite besitzen einen vollständig auskragenden Balkon und zum Straßenraum einen halb auskragenden Balkon. Je nach Ausrichtung der jeweiligen Gebäudeseite sind die Balkone für eine optimale Besonnung übereinander (Nordfassade) oder je Geschoss verspringend (West-, Süd- und Ostfassade) positioniert.

"De Zwarte Hond ist nicht sparsam, wenn es um Backstein geht. Schöne Steine machen ein Gebäude erst komplett. Für Typhoon haben wir wunderschöne tiefrote Ziegel gewählt, die an der gesamten Fassade angebracht sind."

Die Wohnungen der oberen Geschosse werden über einen markanten, zum Innenhof des Wohnblocks gelegenen weißen Laubengang erschlossen, der mit dem roten Backstein kontrastiert. Der Laubengang weitet sich vor den jeweiligen Wohnungseingängen auf. Diesen Bereich können die Bewohner als zusätzlichen Außenraum nutzen. Der begrünte Innenhof ist von der Straße aus an zwei Stellen mittels eines großen und besonders detaillierten Eingangstors zugänglich, von denen eines zugleich Zugang zur Tiefgarage bietet. Auch von den Ecken des Innenhofs aus, dort wo sich die innenliegenden Treppenhäuser befinden, können die Bewohner den kollektiven Garten erreichen.
Typhoon ist Teil des Grunobuurt-Masterplans. Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Projektdaten

Projekt
Typhoon

Standort
Groningen, Niederlande

Umgebung
Wohnblock mit 42 Eigentums- und 67 Sozialwohnungen, Tiefgarage und grünem Innenhof

Auftraggeber
Nijestee

Zeitraum
2011 - 2015

Umfang
21.680 m2

Abbildungen
Gerard van Beek

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André van der Slik
André van der Slik
Architekt
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